
Otto Dix
Ich folge lieber meinem Dämon
Erschienen: Mai 2009
Audio-CD: 60:02 Min.
ISBN: 978-3-941185-44-9
* alle Preise inkl. 19% MwSt.
„Die Läuse, der Dreck, der Hunger, die Hosenscheißerei“, sagt Dix, machen aus einem dummen Theoretiker einen „Wirklichkeitsmenschen“. Das Soldatsein in den Schrecken des Krieges wird für ihn zur Imitatio Christi. In der Hölle von Trommelfeuer, berstenden Granaten und zerrissenen Leibern, vorn an der Front, verliert sich die Angst, da kann man alles ganz genau erleben. Otto Dix muss immer mit eigenen Augen sehen, um zu „glauben“. Und als Seher ist Dix Realist. Er malt in der Tradition einer heiligen Nutzlosigkeit, ohne zu wissen, wozu es gut sein könnte: „Ich folge lieber meinem Dämon, der mich irgendwohin führt, ohne dass er mir sagt, welchen Sinn das hat, als einem Herrn Pfarrer, der ganz genau weiß, wie man in den Himmel kommt.“
Diesen Dix kennt kaum jemand. Niemandem verpflichtet außer seinem Auge, dass alles minuziös aufzeichnet und seinem Dämon, dem er lieber überall hin zu folgen bereit ist, als irgendetwas als vorgegeben anzunehmen. Dieser führt ihn durch die Schützengräben, die entmenschlichten Materialschlachten des Ersten Weltkrieges, in die Abgründe, die Exzesse der Großstadt und, wenn es überhaupt niemand erwartet, vor die Landschaft des Bodensees, wo Dix seinen Lebensabend verbrachte. Dort sind auch die Tonaufnahmen mit ihm gemacht worden, die jetzt ans Tageslicht gekommen sind. Bisher kannte man Dix Stimme nur von einer knisternden Schallplatte. Die weiteren Aufnahmen, die Thomas Knoefel und Robert Eikmeyer jetzt in verschiedenen Rundfunkarchiven entdeckt haben, sind eine kleine Sensation: Dix in Hochform und von brillanter Tonqualität. Er spricht über sein Studium, wichtige Bilder und vor allem den Schützengraben. Immer wieder sind es seine Kriegserlebnisse, die ihn verfolgen. 1933, die Entlassung aus der Kunstakademie und die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Später das Leiden Christi, dass nur eine Fortsetzung seiner bisherigen Lebensphilosophie darstellt. Auf dieser Audio-CD, die alles verfügbare Tonmaterial von Otto Dix vereint – gibt es einen neuen Dix zu entdecken, unverbraucht und abseits aller späteren Vereinnahmungen, Dix pur, einer der ganz großen Maler und Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts.
Diesen Dix kennt kaum jemand. Niemandem verpflichtet außer seinem Auge, dass alles minuziös aufzeichnet und seinem Dämon, dem er lieber überall hin zu folgen bereit ist, als irgendetwas als vorgegeben anzunehmen. Dieser führt ihn durch die Schützengräben, die entmenschlichten Materialschlachten des Ersten Weltkrieges, in die Abgründe, die Exzesse der Großstadt und, wenn es überhaupt niemand erwartet, vor die Landschaft des Bodensees, wo Dix seinen Lebensabend verbrachte. Dort sind auch die Tonaufnahmen mit ihm gemacht worden, die jetzt ans Tageslicht gekommen sind. Bisher kannte man Dix Stimme nur von einer knisternden Schallplatte. Die weiteren Aufnahmen, die Thomas Knoefel und Robert Eikmeyer jetzt in verschiedenen Rundfunkarchiven entdeckt haben, sind eine kleine Sensation: Dix in Hochform und von brillanter Tonqualität. Er spricht über sein Studium, wichtige Bilder und vor allem den Schützengraben. Immer wieder sind es seine Kriegserlebnisse, die ihn verfolgen. 1933, die Entlassung aus der Kunstakademie und die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Später das Leiden Christi, dass nur eine Fortsetzung seiner bisherigen Lebensphilosophie darstellt. Auf dieser Audio-CD, die alles verfügbare Tonmaterial von Otto Dix vereint – gibt es einen neuen Dix zu entdecken, unverbraucht und abseits aller späteren Vereinnahmungen, Dix pur, einer der ganz großen Maler und Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts.
