Intro Magazin
... von einer ratternden inspirierten Dringlichkeit des sich zum Leben und Schaffen Verhaltens, die in ihrer Selbstsicherheit an die Atemlosigkeit des österreichischen Autors Thomas Bernhard erinnert...
Kunst Magazin
„Käppi“ spricht selbstverständlich über sein Kunstverständnis – Abschweifungen inklusive. Somit bietet die CD authentisches Material, um ihm und seinem Schaffen posthum noch einmal auf besondere Art näherzukommen.
Artline Kunstportal, Dietrich Roeschman
In ebenso endlosen wie kurzweiligen Abschweifungen und Anekdoten über seine Mutter, Beuys, Jesus, den Sinn der Spaghettimalerei oder Kafkas Amerika kalauert und pöbelt sich Kippenberger hier am Kneipentisch immer wieder ins Zentrum seines Werks, zu dessen eigentümlichen Qualitäten nicht zuletzt diese permanente Performance als genialer Nervtöter beigetragen hat. Besser, lustiger und erhellender als jeder Audio-Guide.
SWR, Knut Cortsen
Tatsächlich sind die Gespräche von 1990 – 1997 mit Martin Kippenberger, die „Brigade Commerz“ jetzt unter dem Titel „I was born under a wand’rin’ star“ herausgebracht hat, höchst aufschlussreich.
Holger Liebs, Süddeutsche Zeitung
Kippenberger war ein exemplarisch Leidender, auf dem die Kunstgeschichte so sehr lastete, dass er sich fragte, was an Fallobst noch für ihn übrigblieb. Antwort: Das Spiegelei. Die Banane hat ja schon Warhol gehabt“. Jegliches Pathos wird hier ausgebremst durch eine ganz ernsthafte Ironie.
Deutschlandfunk
Das Enfant Terrible der rheinischen Kunstszene starb 1997 im Alter von nur 44 Jahren an den Folgen einer Leberzirrhose. In seiner Person, in seinen Äußerungen werden, wie sonst nirgens, die Widersprüche des vom Kulturbetrieb vereinnahmten Künstlers sichtbar... Für den Hörer erfordert die einstündige Sitzung volle Konzentration, was aber kompensiert wird, durch Einsichten, die anders nicht zu haben sind!
monopol 6/ 09
Kippenbergers Begegnungen mit Dietrich Diederichsen oder Jutta Koether sind ein fulminanter Start. „Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden“, die berühmt gewordene Absage an den Leidenszwang ist noch einmal zu hören – und doch kommt in diesen Aufzeichnungen aus den 90er-Jahren eine Verlorenheit zum Ausdruck, gegen die der 1997 Verstorbene heldenhaft anredet...